Prof. Dr. Gerald Hüther
| Gerald Hüther ist Professor für Neurobiologe und leitet die Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen und des Instituts für Public Health der Universität Mannheim/Heidelberg. Begonnen hat Prof. Dr. Gerald Hüther seine wissenschaftliche Tätigkeit auf dem Gebiet der experimentellen Neurobiologie. Das war noch richtige Grundlagenforschung, zunächst ohne praktischen Bezug in einem Max-Planck-Institut. Später schon etwas angewandter und stärker auf die klinische Nutzbarkeit ausgerichtet, in einer psychiatrischen Klinik. Im Laufe der Zeit ist für ihn immer deutlicher geworden, dass es in unserer gegenwärtigen Gesellschaft nicht so sehr ein Erkenntnisproblem ist, das uns zu schaffen macht. Wir wissen längst, dass es so nicht weitergeht und dass wir etwas anders machen müssten. Aber es gelingt uns nicht. Nicht in Krankenhäusern, nicht in Schulen, nicht in Unternehmen und Organisationen, geschweige denn in der Politik. Wir haben also ein Umsetzungsproblem. Das interessiert ihn seit einigen Jahren immer stärker. Seither sucht er nach dem Geheimnis des Gelingens, er möchte herausfinden, was Menschen brauchen, um die in ihnen angelegten Potentiale entfalten, um gemeinsam über sich hinauswachsen zu können. Prof. Dr. Gerald Hüther nennt genau dies "Applied Neuroscience" ( angewandte Neurobiologie ). Und das betreibt er in seiner Funktion als Leiter der Zentralstelle für neurobiologische Präventionsforschung der Universität Göttingen & Heidelberg/Mannheim. Nach dem Geheimnis des Gelingens sucht er auch in seiner Funktion als Präsident des wissenschaftlichen Beirats der Sinn-Stiftung.
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Begeisterung ist Doping für Geist und Hirn Leider können sich Erwachsene nur vereinzelt an ihre ersten Kindheitserlebnisse erinnern. Erinnern an dieses Glücksgefühl, mit dem sie sich als kleines Kind auf den Weg gemacht haben, die Welt zu entdecken. Sie können sich kaum entsinnen an diese unglaubliche Offenheit, Gestaltungslust und Entdeckerfreude. Sie haben nur eine getrübte Vorstellung von dieser den ganzen Körper durchströmenden Begeisterung über sich selbst und über all das, was es damals zu entdecken und zu gestalten gab. Wären diesen Erinnerungen präsenter, wären viele Sorgen, Probleme und Nöte des Erwachsenseins gar nicht existent.
. . . behaupten kluge Pädagogen und renommierte Hirnforscher. Trotzdem klemmt es in vielen Klassenzimmern – oder bei den Hausaufgaben. Warum das so ist. Und vor allem: Wie wir es besser hinkriegen.
Man kann Kinder durch Druck und unter Androhung von Strafe zwingen, sich bestimmtes Wissen anzueignen. Man kann ihnen auch Belohnungen versprechen, wenn sie besser lernen. So lernen sie aber nur, sich entweder dem Druck immer geschickter zu entziehen oder mit möglichst geringem Aufwand immer größere Belohnungen zu bekommen.
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Der LIFE´S´COOL Wissens-Shop richtet sich an alle interessierten Eltern und Lehrer, die sich mit dem Thema Kinder & Erziehung in den Bereichen Motivations-, Kommunikations- und Lerntechniken beschäftigen oder weiterbilden wollen.



